glimpses of eternity

Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und alle Tage waren auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als derselben keiner da war.
- Psalm 139, 16 -

Wer ist nicht allergisch gegen die Fanatiker, welche immer ums Verrecken die Grösse Gottes betonen müssen? Ich hasse Vorträge darüber, wie klein wir Menschen doch seien im Vergleich zu Gott. Wie wenn das nicht schon in der Wortbedeutung "Gott" enthalten ist. Trotzdem scheint diese Erkenntnis (eben, dass ich klein bin und Mensch) zur Zeit gerade etwas Wichtiges zu sein. Denn ich komme nicht darum herum. Gerade eben wieder zwanzig Buchseiten durchgeackert (was ich musste, weil ich mir das Buch selbst gekauft habe und wenigstens etwas für mein Geld haben will). Hab ich mir also angehört, wie klein ich im Vergleich zur Geschichte bin und wie sich die Geschichte letztendlich nur um Gott dreht. Amen dazu. Wenn auch sehr ungern, weil ich nach wie vor gerne Mittelpunkt meines Lebens bin. Aber ich arbeite daran. Oder besser, Gott arbeitet daran. Puh...

Erkenntnis von heute beruht jedoch auf dem zögerlichen Eingeständnis, dass ich möglicherweise doch nicht ganz so zentral bin, betrachtet man mein Leben aus einer unendlichen Perspektive.
Inmitten all dieser Überlegungen über Wichtigkeit und Unwichtigkeit meiner Person, über das Zentrum meines Lebens und die grundlegenden Probleme dieses Zeitabschnitts fragt mich Gott: "Vertraust Du mir?"

Ich bin ja so dankbar, dass da jemand ist, der die wichtigen Fragen stellt! "Natürlich," - so jeder gute Christ, auch ich - "natürlich vertraue ich Dir!!" "Dann," so Gott, "halte daran fest, dass Dein Leben zum jetzigen Zeitpunkt das Beste ist." Stimmt, jetzt wo er's so sagt, kapiere auch ich. Es ist, wie es sein sollte. Basierend auf der Tatsache, dass Gott dies genau so gewollt hat. Nicht, weil er "Grosser Gott gegen kleine Nadine" spielt, sondern weil er etwas mehr checkt als ich, worum's in meinem Leben geht.

Also seufze ich tief und innigst - schliesslich macht dieses Wissen mein Leben nur bedingt einfacher - setze meine Unterschrift unter den Lebensvertrag, wo unnötigerweise (aber psychologisch doch hilfreich) schon ganz viele meiner Unterschriften stehen. Und freue mich ob der Tatsache, dass ich eigentlich doch ziemlich glücklich bin. Gesegnet sowieso. Beschenkt auch. Schmeisse die Wenns und Abers über Bord und stoppe für heute den täglichen Kampf meines Herzens um meine vermeintlich nichtvorhandene Glückseligkeit.

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17.11.08 22:40


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Du bereitest vor mir einen Tisch, im Angesicht meiner Feinde.
- Psalm 23, 5 -

Menschen sind fragil. Manchmal so leicht zu entwürdigen. Und oft ist so wenig ausreichend, um einer Person das zu nehmen, was Gott ihr geschenkt hat: die Achtung vor sich selbst.

Gott hat uns Selbstachtung (zurück-)gegeben. Indem all unsere Unperfektheiten, unsere Mängel, unser Unvermögen durch Jesus selbst ausgefüllt wurden, sind wir dazu befreit, zu leben. Wir dürfen in einer Würde leben, die uns gehört. Die wir nicht erarbeiten können, die wir nicht durch Leistung erbringen können. Sie ist uns durch die Liebe und Wertschätzung von Gott selbst gegeben.

Mich berührt die Haltung, die Jesus in Lukas 7, 36-50 einnimmt, unwahrscheinlich. Sie ist sinnbildlich für das, wie Jesus mir begegnen will. Und sie entblösst die lieblose Haltung von Simeon, dem Hohepriester. Der sich selbst für etwas Besseres hält, und die Frau zu den Füssen von Jesus verachtet. Seine herzlose Art und der Mangel an Liebe machen ihn zu einem stolzen, unzugänglichen Mann. Einem Mann, der die Liebe Gottes nicht verstanden hat.

So, wie Jesus mit der Frau umgeht, würdigt er sie in einer Art und Weise, die sie umfassend wertschätzt. In seinen Augen wiederspiegelt sich das liebende Herz, welches die Frau vor ihm ausgegossen hat. Er sieht, wie sie ist. Er sieht ihre Beweggründe und ihre Sehnsucht danach, ihm so völlig hingegeben zu sein. Und er bringt ihr dafür soviel Respekt und Wertschätzung entgegen, dass ihre Hingabe nicht dem entspricht, wonach sie eigentlich aussieht (Demütigung), sondern dem entspricht, was sie ist (Hingabe).

Es scheint unerklärlich, warum Gottes Kinder immer wieder um die Gunst von "Simeon" buhlen in der Hoffnung, Achtung vor dessen Augen zu finden. Auch ich verschwende immer wieder mein Herz an Dinge und Menschen, die dieser Liebe nicht würdig sind. Weil sie nicht fähig sind zu lieben, wie Jesus liebt. Zu sehen, was Jesus sieht.
Und ich nicht fähig bin, die Würdigung meiner selbst dort zu suchen, wo ich sie empfangen kann - und ich kann sie nur bei Jesus empfangen. Und bei Menschen, die Jesus von Herzen lieben und die mich mit seinen Augen sehen.

Ich habe eine neue Sehnsucht danach, Jesus mein Herz ebenso vollständig auszugiessen, wie die Frau dies getan hat. Unabhängig davon, was Menschen sagen, die darum herum stehen. Und vor allem mich nicht darum zu kümmern, deren Gunst zu erlangen. Denn sie werden nicht fähig sein zu sehen, was Jesus sieht. Gleich wie Simeon nicht fähig war zu sehen, was eigentlich vor seinen Augen in seinem Haus passiert ist.

Somit macht auch die Antwort von Jesus am Ende der Geschichte ganz neu einen Sinn: "Ihr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebt; welchem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig." Nicht die vielen Sünden bewirken, dass die Frau Jesus besonders heftig liebt. Sondern die Verlorenheit ihres Herzens, deren sie sich bewusst ist. Und die sie Jesus hingibt im Wissen, dass er ihre Verlorenheit ausfüllen, und ihr mit Achtung und Würde begegnen wird.
Und genau das, das Wissen, dass Jesus mir soviel Annahme entgegenbringt, macht ihn und seinen gedeckten Tisch so viel wertvoller als alles, was ich mir an Gunst und Achtung bei anderen erarbeiten könnte. Er hat mit seiner Liebe den Boden bereitet und es rührt mich zu Tränen, dass ich darauf gehen darf und so grundlos, so unverdient von ihm in diesem Ausmass geliebt und sehnlichst erwartet werde.

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10.11.08 22:52


Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.

Albert Schweitzer

Christlicher Glaube und Kirche. Zwei Dinge, die nicht mehr zwangsläufig zusammengehören. Wo früher sonntäglicher Gottesdienstbesuch, das Abendmahl und die guten Taten über meine Religion bestimmten, ist heute Religion eher eine Frage der generellen Werte und einer persönlichen Überzeugung. So ist auch der Glauben an eine höhere Macht, die sich möglicherweise Gott nennt, eine Form von Christentum. Und alle, die sich zum Glauben an einen Gott bekennen, auch irgendwie Christen.

Doch wenn dies bereits alles ist, was Gott oder das Christentum generell zu bieten hat, müssen wir uns auch nicht über leere Kirchen wundern. Irgendwie Christ sein kann jeder irgendwo für sich allein. Und somit würde Albert Schweitzer heute wohl eher sagen: „Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er an Gott glaubt, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, nur weil man an eine Industrie glaubt.“

Wer der Meinung ist, Christ sein ist gleichbedeutend mit einem guten Leben, lebt an der Kernaussage der Bibel vorbei. Nicht die guten Taten entscheiden über Himmel und Hölle. Gott reicht es nicht, wenn sich einfach alle Christen nennen. Und Kirche ist kein Ort, wo einfach Religion praktiziert wird. (Fortsetzung folgt - oder auch nicht)

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5.11.08 21:25


Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
- 2. Korinther 12, 9 -

Wer schon nicht? Denn auch die, welche die Freiheit und Gnade hochhalten, sind immer wieder mitten drin. In der ewigen Sülze um noch besseres Christsein.

Gerade kürzlich habe ich mich dabei ertappt, mir zu überlegen, wo ich mich noch überall verbessern könnte. In dem Moment, in dem ich dazu ansetzte, Gott inbrünstig um noch mehr Weisheit, noch mehr Erkenntnis, noch mehr von allem zu bitten, kam der Blitz vom Himmel... durchschlug die Stromleitungen beim Bahnhof, an dem ich einsam und verlassen auf dem Perron stand. Und liess die Strassenlaternen wie Weihnachtsbeleuchtung aufglühen.

Kam der Blitz also vom Himmel in Form von 2. Korinther 12, 9. Gott, der mir sagt: "Lass Dir an meiner Gnade genügen."
Und das war's auch schon. Alles, was ich benötigte. Nicht mehr Liebe, Barmherzigkeit, Weisheit und geistliche Intelligenz. Nicht das Verbessern von Fähigkeiten und Gedankenmuster. Keine Transformation des Herzens.

Gott hat genug.
Genügend Power, so dass ich einfach sein darf. Manchmal sehnen wir uns so sehr danach, von allem mehr zu kriegen. Schliesslich wird in der Bibel ja auch Fülle und Überfluss propagiert. Ein Gott, der gibt und gibt und gibt.
Aber Gott gibt auch in Schwachheit. Oder gerade dann. Er gibt nicht so, dass wir unter der Fülle der Gaben und der damit verbundenen Verantwortung zusammenbrechen und hechelnd nach Luft schnappen.

Die Erkenntnis, dass meine bisherige Erkenntnis, meine bisherige Weisheit, Liebe, whatever, ausreichend sind. Dass es nicht Sinn und Zweck ist, sich immer mehr davon anzuhäufen, um ja nah bei Gott dran zu bleiben. Diese Erkenntnis war irgendwie befreiend.

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26.10.08 20:18


"Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn er hat mich gesalbt, um den Armen die gute Botschaft zu verkünden. Er hat mich gesandt, Gefangenen zu verkünden, dass sie freigelassen werden, Blinden, dass sie sehen werden, Unterdrückten, dass sie befreit werden und dass die Zeit der Gnade des Herrn gekommen ist." Er rollte die Schriftrolle zusammen, gab sie dem Synagogendiener zurück und setzte sich. Alle in der Synagoge sahen ihn an. Und er sagte: "Heute ist dieses Wort vor euren Augen und Ohren Wirklichkeit geworden!"
- Lukas 4, 18 - 21

Womit beginnt die von den Juden langersehnte Herrschaft Gottes? Sie beginnt mit einem Mann, der das 61. Kapitel aus Jesaja zitiert. Etwas gelangweilt wartet die Gemeinde auf eine weitere Predigt, die die Zukunft beschönigt und die Gegenwart erträglich macht. Doch der Rabbi setzt sich hin. Es wird still im Saal. Plötzlich sind alle hellwach. Selbst die Teenager, die kurz vor dem Erwachsensein stehen, stoppen ihre Blödeleien und blicken auf den Mann, der ein derartig unkonventionelles Verhalten zeigt. Und dann, als alle hinhören. In dem Moment, wo die Gemeindevorsteher bereits panisch Notfallpläne für das Desaster zusammenschustern. In dem Moment sagt Jesus ganz untheatralisch und selbstverständlich: "Heute ist dieses Wort vor euren Augen und Ohren Wirklichkeit geworden!"

Kein Wunder, geht ein Raunen durch die Menge. Erstarren die Leute in Unglaube, Verwunderung und Erstaunen. Nicht mehr warten müssen? Die vielen Verheissungen Gottes, mit denen man sich dauernd beschäftigte, die jedoch nie eintreffen werden, weil sie seit tausenden von Jahren nicht eingetroffen sind... wie kommt Jesus darauf, zu sagen, dass das Warten nun ein Ende hat?

Manchmal ergeht es uns, wie den Juden dazumals. Wir lesen von Verheissungen. Wir lesen davon, was Jesus gelebt, getan und gesagt hat. Und wir warten darauf, dass dies passiert. In einer völligen Passivität, weil wir wie nicht glauben können, dass irgendetwas davon auch in unserem Leben sichtbar werden könnte.

Leben mit Gott beinhaltet nicht einfach Aktivität. Darauf achten, gut zu sein und Gutes zu tun.
Sondern vielmehr auch das Wissen darum, dass die Zeit von Gottes Gnade heute im Hier und Jetzt stattfindet! Die Botschaft von Jesus gilt den Armen unserer Gesellschaft. Sie gilt denen, die ein zerbrochenes Herz haben, die Gefangen und gefesselt sind. Sie gilt den Trauernden und Niedergeschlagenen. Und sie besagt, dass Gott sich der Ungerechtigkeit und dem Elend erbarmt. Dass Gott sich im Hier und Jetzt um die Menschen kümmert.

Jesus ist die Message, dass Gott aktiv an unserem Leben teilhaben will. Dass ihm unser Leben nicht egal ist, dass er etwas daran ändern möchte. Oft fühlen wir uns alleingelassen und kämpfen uns durch Schwierigkeiten und Schicksalsschläge. Beten so, als ob Gottes Gnade erst noch anbrechen müsste.
Doch Jesus will bereits aufrichten. Er will uns in eine tiefe Gemeinschaft mit Gott hineinführen, in der wir gekrönt, getröstet und wiederhergestellt werden. Wir sind "Eichen der Gerechtigkeit" und "Pflanzung zur Verherrlichtung des Herrn" (Jesaja 61, 3). Wir sind die Priester des Herrn, Diener unseres GOttes, deren Seele über GOtt jubelt. Denn er hat uns die Gewänder des Heils angezogen und uns in die Robe der Gerechtigkeit gekleidet. Nicht eine Verheissung, auf deren Erfüllung wir warten sollen, sondern eine Verheissung, in der wir zu leben anfangen. Denn, so sagt Jesus, was in Jesaja 61 steht, ist bereits vor zweitausend Jahre Wirklichkeit geworden!

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12.10.08 11:28


Es ist vergeblich, vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hart zu arbeiten, immer in Sorge, ob ihr genug zu essen habt, denn denen, die Gott lieben, gibt er es im Schlaf.
- Psalm 127, 2 -

Ich liebe Christen, die die Zeitung lesen und anschliessend über nichts anderes mehr berichten können als den bevorstehenden Weltuntergang. Börsencrashs, Arbeitslosigkeitsraten, Gewaltausbrüche. Und das alles könnte sich unmittelbar in seiner negativsten Form auf MICH auswirken!!!

Je länger man gezwungen ist, sich Untergangstheorien für die eigene kleine Welt anzuhören, umso tiefer wird die Sorgenfalte unserer Stirn. In der Tat sind alle Möglichkeiten durchaus realistisch, können sich mein Leben krallen und es so richtig fett zerstören. 

Erleichternd stellen Sorgenchristen am Ende ihres Monologs fest, dass da ja noch Gott ist. Könnte er womöglich noch irgendwie eingreifen und das grausame Schicksal abwenden? Er, der Hocherhabene, weit weg oben im Himmel.

In solchen Momenten wird mir wieder bewusst, wie einfach das Leben mit Gott eigentlich ist! Denn ich muss mich nicht erst meines Gottes besinnen. Weil durch eine konstante Beziehung mit diesem Gott mein Fokus nicht auf Umstände gerichtet ist (zumindest nicht immer...). Meine Gedanken werden optimalerweise und je länger je mehr nicht bestimmt von Ängsten, sondern von - negativ formuliert - Naivität. Ich blicke blauäugig in die Zukunft, weil ich mich darauf verlassen will, dass Gott für mein Wohl zuständig ist. 

Finanziell, gesundheitlich, psychisch... - selbst wenn ich zur Zeit soviele Apotheken von innen sehe, wie noch nie. Selbst schuld, andere Story.
Ich freue mich einfach über Gott. Über das, was er bisher tat. Gerade untenstehender Psalm (136) ist für mich das Geraderücken meines Fokus'. Nicht auf mich, meine Probleme und zukünftigen Schwierigkeiten. Sondern das Ausrichten meiner Gedanken darauf, wer Gott ist. Was er über sich und sein Handeln sagt. Und dass mein Gott für mich sorgt. Umfassend. So dass ich in dieser Fürsorge leben und immer wieder empfangen kann, womit Gott mich segnet!

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26.9.08 09:23


Dankt dem Herrn, denn er ist gut!
Denn seine Gnade hört niemals auf.

Dankt dem Gott der Götter.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Dankt dem Herrn der Herren.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Dankt ihm, der allein große Wunder tut.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Dankt ihm, der den Himmel so wunderbar gemacht hat.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Dankt ihm, der die Erde über dem Wasser ausgebreitet hat.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Dankt ihm, der die Lichter am Himmel schuf.
Denn seine Gnade bleibt ewig bestehen
Die Sonne, die den Tag beherrscht,
denn seine Gnade hört niemals auf.
Und den Mond und die Sterne, die die Nacht regieren.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Dankt ihm, der die Erstgeborenen Ägyptens tötete.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Er hat Israel aus Ägypten herausgeführt.
Denn seine Gnade hört niemals auf.

Mit starker Hand und mächtigem Arm hat er gehandelt.
Denn seine Gnade hört niemals auf.

Dankt ihm, der das Rote Meer teilte.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Er hat Israel sicher hindurchgeführt.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Den Pharao und sein Heer aber warf er ins Meer.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Dankt ihm, der sein Volk durch die Wüste führte.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Dankt ihm, der große Könige schlug.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Mächtige Könige hat er getötet,
denn seine Gnade hört niemals auf.
Sihon, den König der Amoriter,
denn seine Gnade hört niemals auf.
Und König Og von Baschan.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Das Land dieser Könige gab Gott zum Erbe,
denn seine Gnade hört niemlas auf.
Als Erbe für Israel, seinen Diener.
Denn seine Gnade hört niemals auf.


Er wusste um unsere Schwachheit.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Er befreite uns von unseren Feinden.
Denn seine Gnade hört niemals auf.
Er gibt zu essen, allem, was lebt.
Denn seine Gnade hört niemals auf.

Dankt dem Gott des Himmels. Denn seine Gnade hört niemals auf.

- Psalm 136 -

Gott ist gut.
Und seine Gnade hört niemals auf.
Niemals wird er sich von uns abwenden.
Der Gott des Himmels und der Erde ist kein passiver Neunmalkluger. Der mit weisen Antworten dann angerauscht kommt, wenn wir's am wenigsten brauchen können.
Sondern ein Vater, der aufsteht für seine Kinder. Der seinen mächtigen Arm bewegt, um uns den Weg zu bereiten.
Ein Vater, der sein Kind kennt, und um seine Schwächen weiss. Der seine Augen voller Güte und Liebe auf uns richtet. Und geduldig ist dort, wo wir voller Ungeduld drängen und torkeln.

Gott ist gut.
Immer. Eine Tatsache, die lange vor meiner Zeit ebenso war. Und die nach mir bleiben wird. Niemals wird Gott sich abwenden.
Der lebendige Gott ist auf meiner Seite. Ist an meiner Seite.
Unabhängig von meinem Bewusstsein, unabhängig von meiner Performance.

Gottes Liebe ist nicht unfassbar. Nicht zu gewaltig. Sondern erlebbar und sichtbar. Der Tod von Jesus am Kreuz ist nicht etwas, worüber wir ungläubig den Kopf schütteln und das Brot brechen müssen. Denn mit dem Kreuz wurde das Leben aufgerichtet. Ein Siegeszeichen, das sichtbar ist. Das uns heiligt und uns die Augen öffnet für die Güte und Barmherzigkeit Gottes. (Übrigens fühlt sich  das Wort "Barmherzigkeit" bereits im Sprechen wie pure Liebe an...)

Wir können Gott sehen.
Indem wir seinen Liebesstrom in unserem Leben erkennen. Indem wir uns bewusst machen, wer er ist. Und was die Konsequenz dieser Eigenschaften für unser Leben bedeutet.

Gott ist gut.
Eine Tatsache, worüber mein Herz sich gerade überschwänglich freut. Seine Gnade hört niemals auf. Weder bei störrischen Israeliten, noch bei störrischen Schweizerinnen.
"Wie kostbar sind deine Gedanken über mich, Gott! Es sind unendlich viele. Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand! Und wenn ich am Morgen erwache, bin ich immer noch bei dir!" (Psalm 139, 17&18) - werd jetzt mal ausprobieren gehen, an wen oder was ich morgen beim Aufwachen denke... :0)

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22.9.08 22:31


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