glimpses of eternity

Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
- 2. Korinther 12, 9 -

Wer schon nicht? Denn auch die, welche die Freiheit und Gnade hochhalten, sind immer wieder mitten drin. In der ewigen Sülze um noch besseres Christsein.

Gerade kürzlich habe ich mich dabei ertappt, mir zu überlegen, wo ich mich noch überall verbessern könnte. In dem Moment, in dem ich dazu ansetzte, Gott inbrünstig um noch mehr Weisheit, noch mehr Erkenntnis, noch mehr von allem zu bitten, kam der Blitz vom Himmel... durchschlug die Stromleitungen beim Bahnhof, an dem ich einsam und verlassen auf dem Perron stand. Und liess die Strassenlaternen wie Weihnachtsbeleuchtung aufglühen.

Kam der Blitz also vom Himmel in Form von 2. Korinther 12, 9. Gott, der mir sagt: "Lass Dir an meiner Gnade genügen."
Und das war's auch schon. Alles, was ich benötigte. Nicht mehr Liebe, Barmherzigkeit, Weisheit und geistliche Intelligenz. Nicht das Verbessern von Fähigkeiten und Gedankenmuster. Keine Transformation des Herzens.

Gott hat genug.
Genügend Power, so dass ich einfach sein darf. Manchmal sehnen wir uns so sehr danach, von allem mehr zu kriegen. Schliesslich wird in der Bibel ja auch Fülle und Überfluss propagiert. Ein Gott, der gibt und gibt und gibt.
Aber Gott gibt auch in Schwachheit. Oder gerade dann. Er gibt nicht so, dass wir unter der Fülle der Gaben und der damit verbundenen Verantwortung zusammenbrechen und hechelnd nach Luft schnappen.

Die Erkenntnis, dass meine bisherige Erkenntnis, meine bisherige Weisheit, Liebe, whatever, ausreichend sind. Dass es nicht Sinn und Zweck ist, sich immer mehr davon anzuhäufen, um ja nah bei Gott dran zu bleiben. Diese Erkenntnis war irgendwie befreiend.

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26.10.08 20:18
 


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