glimpses of eternity

"Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle."
- 1. Korinther 13, 1 -

Christlich orientierte Menschen lesen diese Bibelstelle. Und beginnen sofort damit, ihre Motivation für alle guten Taten zu ergründen. Habe ich die alte Frau im Bus wirklich geliebt, als ich ihr den Platz überliess? Ist meine Absicht rein und voller Liebe, wenn ich als Leiter eine Entscheidung treffe? Liebe ich meine Schäfchen da genug? Die Rettung aller Gewissensbisse naht:
Ich glaube nicht, dass wir hierbei von Menschenliebe ausgehen müssen! Es geht nicht darum, dass wir viele gute Taten vollbringen und die Menschen dabei auch lieben.

Es geht darum, dass wir Gott lieben!
Wir können noch so tolle Christen sein, noch so viel Gutes tun, die Menschen lieben, unsere Herzen bewahren, weniger sündigen und was auch immer gute Christen noch so alles machen. Aber dies alles nützt uns so nichts, wenn wir an der eigentlichen Bestimmung vorbeileben: Gott zu lieben und von ihm geliebt zu werden.
Oftmals haben wir unseren Fokus darauf gerichtet, was wir noch alles besser tun müssten. Wo wir uns noch investieren könnten. Wir suchen verzweifelt eine Berufung, die sich in Tun ausdrückt.

Doch was, wenn der Fokus nicht auf dem Tun ist? Und alles Tun vergeblich, solange wir nicht mit dem Herzen begriffen haben, was Liebe eigentlich bedeutet?
Dann würde das bedeuten, neu anzufangen. Alles aus unserem Leben zu kippen, was uns daran hindert, zu Gott zu kommen. Ihn von Herzen zu lieben. Radikales Christsein zeigt sich nicht in den Taten, sondern im Herz. Nicht in einer Liebe, die gewollt ist und um die man sich bemüht. Sondern in einer Liebe, die aus einem ergriffenen Herz resultiert.

Konsequenz daraus kann sein, dass man beginnt, anders zu beten. Dass man der Sehnsucht seines Herzens nachgeht und um dieses tiefe Verständnis von Liebe ringt. Liebe zu Gott ist nicht etwas, das wir aus uns selbst produzieren können. Aber etwas, wozu unsere Herzen bereitet wurden und wo wir lernen können, sie zu gebrauchen! Ohne diese Liebe sind wir religiös. Wir leben und denken wie Gotteskinder, aber der Weg zu Gott selbst ist noch weit und unbekannt.

Setzt alles daran, Gott zu finden! Wer ihm nahe kommt, kommt der Liebe nahe. Und wer der Liebe nahe ist, dessen Herz kommt nicht umhin von ihr ergriffen werden.

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10.3.09 22:00
 


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