glimpses of eternity

Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch denn wiederum zu den schwachen und dürftigen Satzungen, welchen ihr von neuem an dienen wollt?
- Galater 4, 9 -

Wer kennt sie nicht? Die ewiggleichen Diskussionen um Gnade und Gesetz. Die meistens darin münden, dass es halt verschiedene Ansichten gäbe und man das eben nicht so sagen könne.

Doch es gibt keine zwei Meinungen zu diesem Punkt in der Bibel. Sondern nur die eine: Dass wir nämlich begnadigt sind und der Wettkampf um den "Pharisäer des Jahres" offiziell abgeschafft wurde.

Die einzige Frage, die sich die gequälten Geister stellen ist: wie lebe ich denn in dieser Freiheit? Was muss ich alles tun, damit dieser neue Ansatz Realität wird? Denn irgendwas muss ich doch tun, und ich kriege nur, worum ich mich auch bemühe. Und schwupps, sind wir wieder bei Galater 4, 9 angelangt. Und bei Paulus, der paar Sätze weiter hinten kläglich fragt: waren denn all meine Bemühungen umsonst??
Die Konsequenz unserer kläglichen Bemühungen, die wir in bestem Wissen und Gewissen vollbringen, ist krass. So krass, dass dies eigentlich Inhalt jeder Predigt sein müsste: Galater 5, 4: "Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid von der Gnade gefallen."

Die Message von Gott an seine Kinder ist simpel und einfach: Lebt! Lebt endlich! Weil ihr dazu berufen seid. Weil ich euch den Weg dazu freigemacht habe (sonst hätte ja der Tod von Jesus am Kreuz gar keinen Sinn gehabt). Hört auf, euch um euch selbst und eure Gerechtigkeit zu drehen. Eure guten Werke zu zählen und besser zu werden. Hört auf, danach zu streben, richtig zu leben! Hört einfach bitte auf!!!

Nein, kein Aber sei an dieser Stelle zugelassen! Nehmt das einfach mal so an! Und beginnt mal darüber nachzudenken, was denn das bedeuten könnte, falls es denn wirklich so wäre.

Falls wir wirklich nicht mehr besser werden müssen, dann würde das ja heissen, wir sind gut (sind wir auch: Gal. 2, 16). Falls wir tatsächlich gut sind, hätten wir plötzlich ganz viel Zeit uns um andere Dinge zu kümmern. Zum Beispiel um Gott selbst?! Wir können mit Gott leben, Sinn und Zweck unserer Freiheit. Wir können entdecken, wer und wie Gott wirklich ist. Nicht nur wissen, dass er Vater ist, sondern erleben, dass er Vater ist. Das ist das, was das Christentum einmalig macht. Dass wir Kinder Gottes sind. Dass da jemand ist, der uns geschaffen hat, uns liebt und kennt und: an uns, unserem Leben und unseren Gedanken interessiert ist!

Christ sein hat viel mit Wissen zu tun. Allerdings dem Wissen, das auf Erfahrung beruht. Auf dem Erleben. Es reicht nicht, zu lesen, dass Gott Vater ist. Dass er für alles sorgt (Matth. 6, 32). Gott muss man erfahren haben!

Das vielgepriesene Evangelium ist keine Lehre für Gutmenschen. Sondern ein Erlebnis für Leute, die auf der Suche nach ihrem Schöpfer und Vater sind.

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13.5.09 08:52
 


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